PROJECTS
1 English Summary
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In a pilot project, possibilities and difficulties of voluntary
argreements of CO2-mitigation until 2010 by the Swiss industry
has been analysed by taking four branches as an example. All essential
elements of the target definition (data demand, potentials of
energy efficiency and substitution) and of the monitoring/controlling
process (data correction, structural change, control of the target
path, transition to trade of emission certificates) have been
analysed.
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2 Project Description
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Das CO2-Gesetz ermöglicht, dass sich Unternehmen und Branchen
durch eine Zielvereinbarung zur Begrenzung der CO2-Emissionen
von der CO2-Steuer befreien können, die wahrscheinlich ab dem
Jahre 2004 oder 2005 eingeführt wird. Ziel dieses Vorprojektes
war es deshalb, das methodische Vorgehen der Zielfindung anhand
von vier Wirtschaftszweigen exemplarisch zu zeigen und dabei Schwierigkeiten
und die Machbarkeit zu prüfen. Auch sollte geprüft werden, welche
flankierenden Massnahmen seitens des Staates oder Dritter geeignet
sind, die Erreichung der Zielvereinbarungen abzusichern. Insgesamt
besteht bei grosser Beteiligung der Unternehmen und Branchen die
Chance, die Zielvereinbarung und die damit erforderlichen Analysen
und Massnahmen als grosse Chance vieler Innovationen in der Schweizer
Wirtschaft zu verstehen und nicht nur die Energiekosten der Wirtschaft
zu senken, sondern auch die Wettbewerbsposition der schweizerischen
Exportwirtschaft aufgrund der energieeffizienten Anlagen und Maschinen
zu verbessern.
Das methodische Vorgehen zur Definition der Ziele zur Energieeffizienz
und der Energieträgersubstitution zu kohlenstoffarmen Energieträgern
sowie zur absoluten CO2-Begrenzung wird genau beschrieben und
anhand der vier sehr unterschiedlichen Branchen - Zellstoff und
Papier, Maschinenbau, Baugewerbe und Banken - getestet. Es werden
auch eine Reihe von Problemen zur Umsetzung der Zielvereinbarungen
beleuchtet, darunter die Anlaufphase des Zielpfades, Toleranzen
zur Abweichung von Zielpfad und Ziel 2010, eine CO2-Emissionsbewertungregel
für WKK sowie eine spätere Einführung von Emissionszertifikaten.
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3 Results
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Wenngleich die Ergebnisse exemplarischer Natur sind, so lassen
sich doch einige grundsätzliche Schlussfolgerungen ziehen:
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Das Vorgehen ist in allen Branchen machbar (wie auch die Erfahrungen
im europäischen Ausland zeigen), allerdings bei mittelständischen
Branchen mit sehr hohem Aufwand. Grundsätzlich lässt sich dieses
Verfahren auch für regionale Gruppierungen (z.B. Modell Schweiz)
anwenden, allerdings mit einem höheren Aufwand als auf Branchenebene.
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Der Datenbedarf ist durch Verbandserhebungen oder andere Träger
einer jährlichen oder zweijährlichen Erhebung zu befriedigen
(in manchen Branchen bereits der Fall).
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Der Datenbedarf zum Strukturwandel, der für den Energieverbrauch
von Einfluss ist, müsste für jede Branche definiert werden,
um entsprechende Datenerhebungen - zusammen mit der Erhebung
für Energieverbrauch und Produktionsentwicklung - zu veranlassen.
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Die Branchen tendieren i.a. dazu, ihr Energieeffizienzpotenzial
der nächsten 10 Jahre eher zu unterschätzen, da sie mögliche
Innovationen als Technologieanwender nicht kennen. Die Mitarbeit
bzw. die Integration der Kenntnisse von Anlagenherstellern und
beratenden Ingenieuren bei der Zieldefinition ist deshalb notwendig.
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Die Zieldefinition kann aber technologische Veränderungen einer
Dekade nur mit gewissen Unsicherheitsmargen erfassen. Deshalb
sollte man die Zielvereinbarungen als Lernprozess verstehen,
d.h. bei genauerer Kenntnis technologischer Veränderungen die
Zieldefinitionen anpassen.
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Die Zieldefinitionen sollten in Zielpfade, d h. in zeitliche
Zwischenziele, differenziert werden, um das Monitoring auf jährlicher
Basis durchführen zu können.
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Die Zieldefinitionen für einzelne Branchen und Regionen lassen
sich über eine Annahme zur Wirtschaftsentwicklung der Branchen
und Herausrechnen von Doppelzählungen zu einer Gesamtzielsetzung
der Schweizer Wirtschaft zusammenfassen (Chapeau-Zielsetzung).
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Die Zieldefinition könnte auf alle sechs Treibhausgase ausgedehnt
werden. Dies hätte den Vorteil, dass alle kostengünstigen Emissionsminderungsmöglichkeiten
konsequent realisiert würde und damit das Reduktionsziel von
Kyoto (-8%) kostengünstiger erreicht werden könnte.
Für das Reporting, Monitoring und Controlling lässt sich folgendes
festhalten:
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Die erhobenen Energieverbrauchsdaten sollten von witterungsbedingten
und Konjunktureinflüssen bereinigt werden.
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Spezielle Entwicklungen (z.B. Outsourcing energieintensiver
Nebenanlagen und des Gebäudemanagements durch Contracting, Leasing
oder Mieten, Stilllegung wichtiger Produktionsanteile) sollten
je Branche qualitativ verfolgt und bei grösseren Veränderungen
quantitativ erfasst werden.
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Solange die Gesamtheit der Branchen und regionalen Gruppierungen,
die die EnAW in der Zielvereinbarung gegenüber der Regierung
vertritt, im Zielkorridor der Gesamtheit verbleibt, könnte eine
Befreiung von der CO2-Abgabe für alle Betroffenen erfolgen.
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Eine Belohnung der Unternehmen mit besonderen Anstrengungen
zur Energieeffizienz könnte auch darin bestehen, dass das Jahr
1999 als Basisjahr für die Zuteilung von Emissionsrechten beim
späteren Zertifikatehandel erklärt wird.
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4 Publications
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Zürcher M., Jochem, E., Aebischer B., Schmid Ch., Patel M.,
Baumgartner W., Muggli Ch., 2001. Zielsetzung und Monitoring
zur Energieeffizienz und CO2-Minderung der Schweizer Wirtschaft.
Vorprojekt - Schlussbericht. Bundesamt für Energie, Bern. [pdf]
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Jochem E., Eichhammer W., 1999. Voluntary Agreements as an
Instrument to Substitute Regulating and Economic Instruments.
Lessons from the German Voluntary Agreements on CO2 Reduction.
Chapter 12 in Voluntary Approaches in Environmental Policy.
Carraro C., Lévêque F., edts., Kluwer Academic Publisher, Dordrecht,
Boston, London.
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5 Presentations
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Jochem, E., 2001. The voluntary agreement of the Swiss Economy
in the context of the Swiss CO2 law, Proceedings of the 2001
SAEE Annual Conference "Applied Energy Economics and Policy
Research", Zurich, 17 October 2001, Zurich: Swiss Association
of Energy Economics, pp.105-119.
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