a) Zielsetzungen
Die Studie soll die marginale Zahlungsbereitschaft der schweizerischen
Bevölkerung für eine Verringerung der Risiken bei der Nuklearstromproduktion
ermitteln. Anders ausgedrückt: Es soll ermittelt werden, wie viele
Rappen pro Kilowattstunde Nuklearstrom die Stromkonsumenten bereit
sind zu bezahlen, damit die Kernkraftwerke (schweizerische, aber
auch ausländische) sicherer werden.
Die Studie soll wie folgt abgegrenzt werden:
-
Produktion. Die Fragestellung der Studie beschränkt sich
auf die Produktion von Nuklearstrom. Namentlich wird die Frage
nach der Endlagerung und deren Sicherheit ausgeklammert.
-
Schweizerische Individuen. Die Studie soll repräsentativ
für die schweizerische Wohnbevölkerung sein.
-
Zusätzliche Sicherheit. Die Nuklearstromproduktion ist bereits
vergleichsweise sicher. Die Wahrscheinlichkeit eines GAU (Grösster
Anzunehmender Unfall) bewegt sich in der Grössenordnung von
10-7. Nicht zuletzt aus Gründen des Vorstellungsvermögens
sind relative Veränderungen (z.B. "Halbierung des Risikos")
vorzusehen; dies in Bezug sowohl auf schweizerische wie auch
ausländische KKW.
b) Methodik
Die marginale Zahlungsbereitschaft soll mittels eines Instrumentes
erhoben werden, das ursprünglich für die Psychologie und das Marketing
entwickelt wurde. Die sogenannte Conjoint Analyse (siehe Telser
und Zweifel 2000, Gustafsson 2000 und Ryan 1996) stellt für volkswirtschaftliche
Fragestellungen ein relativ neues Instrument zur Erhebung der
Zahlungsbereitschaft dar. Es stellt die Befragten in alltägliche
Entscheidsituationen (Wahl zwischen verschiedenen Alternativen),
so dass verlässlichere Aussagen als mit herkömmlichen Methoden
erwartet werden können. Deshalb soll in dieser Studie die Conjoint
Analyse und nicht die kontingente Bewertung (zu "Contingent Valuation"
siehe Römer 1993, Magat et al. 1988) zur Anwendung kommen.
Zur Erhebung der Daten ist es notwendig, die ausgewählten Personen
direkt zu befragen (Telefoninterviews oder persönliche Interviews).
Dies aus folgenden Gründen:
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Es kann besser sichergestellt werden, dass die Befragten
das nötige objektive Wissen besitzen und die Fragen richtig
verstehen,
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Je nach Antworten können gezielte Folgefragen gestellt werden.
(-> Verringerung der Anzahl Szenarien),
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Die Stichprobe kann besser kontrolliert werden.
Die Befragung wird in Zusammenarbeit mit einem professionellen
Befragungsinstitut durchgeführt.