Problemstellung
Infolge der Lagerhaltung beim Zwischenhandel und beim Endkonsumenten
sind für Heizöl extra-leicht (HEL) - im Gegensatz zu
den leitungsgebundenen Energieträgern Elektrizität,
Gas und Fernwärme - die Verkaufszahlen kein gutes Mass für
den Energieverbrauch und umgekehrt lässt sich aus den zu
erwartenden Verbrauchswerten nicht direkt auf die wahrscheinlichen
Verkaufszahlen schliessen. Mit einem dynamisch-rückgekoppelten
Lagerhaltungs- und Verbrauchsmodell sollen zuhanden des Bundesamtes
für Energie und der Erdölwirtschaft monatliche Verbrauchsdaten
und monatliche Lagerbestände für Haushalte, Dienstleistungen
und Industrie berechnet werden. Das Forschungsprojekt wird in
Zusammenarbeit mit den Firmen Basics AG und Prognos AG bearbeitet.
Zielsetzung/Laufzeit
Das CEPE erarbeitet in diesem Rahmen ein Modell für den
monatlichen Verbrauch von Heizöl extra-leicht im Dienstleistungssektor.
Ausgangspunkt ist das Simulationsmodell SERVE für den Jahresverbrauch
der verschiedenen Energieträger im Dienstleistungssektor.
Für die vorliegende Anwendung soll es in zweierlei Hinsicht
verbessert werden:
1. Modellierung der langfristigen Substitution von Heizöl
extra-leicht durch andere Energieträger, insbesondere durch
Erdgas, sowie
2. Berücksichtigung von saisonalen und witterungsbedingten
Abhängigkeiten des Energieverbrauchs, die abweichen von den
bekannten Abhängigkeiten
für Raumwärme und Warmwasser.
Im ersten Halbjahr 2000 wurden die empirischen Grundlagen erarbeitet
und das Computermodell für den monatlichen Verbrauch erstellt.
Dieses soll dann im Auftrag des BFE und der Erdölwirtschaft
regelmässig betrieben, aktualisiert und verbessert werden.