PROJECTS
1 English Summary
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The goal was to determine empirically the marginal costs of enforced
energy efficiency measures in residential buildings. The results
will be used in energy economy models and will be useful in the
real estate sector for the building facility management or to
design efficient policy measures.
For existing and for new buildings the costs and energy effect
of the main space heating efficiency measures were empirically
determined. These measures include additional insulation, better
windows, controlled air renewal, architectural concepts including
use of solar energy, improvement of heating systems etc. To determine
the costs the existing and new building are categorized and a
catalog of construction measures was established. Up to date account
methods were applied or new standardized methods were developed.
The energy effect of these measures were calculated by a physics
of building simulation model that is able to take into account
passive use of solar energy. For new buildings new architectural
and constructional concepts were assessed regarding their energetic
and economical performance. Besides the costs and the energetic
benefit additional benefits of energy efficiency measures such
as improved comfort of living, better protection against noise
etc. are characterized and methods for their monetarisation were
developed.
Both the today's and the situation in 10 to 30 years is assessed.
For the latter the dynamics of the technical-economic parameters
and new construction concepts and materials was taken into account.
To determine the potential dynamics of the costs the method of
technological learning was applied.
The costs and benefits are presented in a differentiated and transparent
way to reflect first the diversity of the buildings and the potential
efficiency measures and second to enable to correct for future
insights or different assumptions (discount rate, economic life
time). This makes it necessary to develop a consistent method
of cost assessement.
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2 Project Description (in German)
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Ziel des Projekts war es, den Grenzkostenverlauf bei zusätzlichen
Energie-Effizienzinvestitionen in Wohngebäuden zu bestimmen,
und zwar für den heutigen Zeitpunkt sowie für den Zeitraum
der kommenden zwanzig bis dreissig Jahre. Dieser soll als Grundlage
für die Simulation möglicher Realisierungspfade der
Energieeffizienzpotenziale in energiewirtschaftlichen Modellen
dienen sowie für energie- und klimapolitische Massnahmen
der Verwaltung oder als Informationsbasis für die Immobilienbranche
genutzt werden können. Ein zentrales Ziel des Projekts ist
dabei, diesen Grenzkostenverlauf für zusätzliche Energieeffizienzinvestitionen
(Wärmedämmung, Fenster, Lüftung, Heizung) empirisch
breit und repräsentativ abzustützen und die Unsicherheiten
der heutigen diesbezüglichen Kosteninformationen zu verringern.
Der neueste Stand der technisch verfügbaren Möglichkeiten,
der Baukonzeption und -durchführung soll dabei wiedergegeben
werden. Dabei kommen neuste Berechnungsverfahren zur Kostenermittlung
zur Anwendung. Auf diese Weise soll auch erreicht werden, dass
neben dem Bedarf energiewirtschaftlicher Analysen die Akteure
des Immobilienmarktes einen genaueren Einblick in diese Kosten-
und Nutzenzusammenhänge erhalten und nach Möglichkeit
für eine differenzierte Information ihres Zielpublikums nutzen
können.
Die neuen Technologien, Werkstoffe, Bearbeitungsverfahren und
Baukonzepte, die künftig im Bereich Gebäudehülle
oder Heiztechnik zur Anwendung kommen könnten, werden hinsichtlich
der zum Teil erheblichen Lernpotenziale oder den Potenzialen
der Serienfertigung und der damit möglichen Kostenreduktionen
untersucht, da diese in den kommenden 10 bis 20 Jahren von erheblicher
energiewirtschaftlicher und klimapolitischer Bedeutung sein könnten.
Schließlich haben zusätzliche Energieeffizienzinvestitionen
an Wohngebäuden häufig nicht nur einen energetischen
Nutzen, sondern auch andere begleitende Nutzen (Co-Benefits),
die für die Akzeptanz der Investitionsmaßnahmen eine
wichtige Rolle spielen können (z. B. höherer Wohn- und
Bedienungskomfort, Lärmschutz, zusätzliche Sicherheit).
Auch hier liegen nur in Ansätzen monetarisierte Werte dieser
Co-Benefits vor, um eine gesamtheitliche Bewertung bei energiewirtschaftlichen
Analysen und im Immobilienmarkt zu ermöglichen. Die Kosten
(und Nutzen) sollen so differenziert und transparent dargestellt
sein, dass sie einerseits die Vielfalt bestehender Gebäude
und möglicher Energieeffizienz-Investitionen und Baukonzepte
reflektieren, andererseits für neue Erkenntnisse zu Einzelkosten
(oder Einzelnutzen) oder für veränderte Annahmen (Zinssatz,
Abschreibungsdauer) entsprechende Korrekturen ermöglichen.
Dies bedeutet die Entwicklung einer möglichst standardisierten
und flexiblen Kostenberechnungsmethodik.
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3 Results
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Durchgeführte Arbeiten und erreichte Ergebnisse
Es wurde ein Projektkonzept zu einigen Punkten zu den empirischen
Erhebungen erarbeitet [1] und der Gebäudebestand wurde hinsichtlich
der energetischen Aspekte und der Kosten der energetischen Effizienzmassnahmen
gegliedert [2]. Erste grobe Erhebungsresultate wurden zuhanden
der Projektbegleitgruppe in einem Inputpapier festgehalten [3]
und bestimmten die weiteren Erhebungen bei Herstellern, Bauökonomen
und Bauunternehmen mit. Die Erhebungen, deren Auswertung und Interpretation
wurden im Entwurf des Schlussberichts beschrieben und dokumentiert
[4].
Mittels Direkterhebungen bei Unternehmen wurden Preisinformationen
zu Fassaden- und Dachdämmungen in Funktion der Dämmstärke,
Glas- und Fensterpreisen in Funktion der energietechnischen Kennwerte
sowie von Lüftungsanlagen in Funktion ihres Typs und der
energetischen und lüftungstechnischen Effizienz erhoben,
und zwar für den Anwendungsfall Neubau und Gebäudeerneuerung,
siehe dazu als Beispiel in Abbildung 1 die Mehrkosten der hinterlüfteten
Fassaden in Funktion zunehmender Dämmstärken.
Abbildung 1 Mehrinvestitionskosten der kleinformatigen
Faserzementfassade gegenüber der Referenzdämmstärke
12 cm
Gemäss der in [4] beschriebenen Methodik zur Bestimmung der
Grenzkosten mit Preisstand 2001 wurden hierauf
-
die energetische Wirkung der einzelnen (vorwiegend baulichen)
Effizienzmassnahmen bestimmt,
-
die Investitionskosten mittels Annuitätenmethode in
Jahreskosten umgerechnet,
-
daraus die Grenzkosten des sukzessive verminderten Nutzenergiebedarfs
bestimmt und
-
einzelne investive Massnahmen aufgrund ihrer spezifischen
Grenzkosten zu Massnahmenbündeln zusammengefasst
Einen entscheidenden Einfluss auf die spezifischen Grenzkosten
hat die Definition des Referenzfalls sowie die angewendete Berechnungsmethodik.
Energetische Referenzneubau- und Erneuerungsweise
Die Referenzneubauweise und das Referenzerneuerungsverhalten war
einerseits bzgl. energetischer und bautechnischer Merkmale auf
Ebene Bauteil/Gebäude für typische Fälle zu charakterisieren
und andererseits war die quantitative Relevanz, also der gesamtschweizerische
Häufigkeit dieser Fälle zu bestimmen. Dazu wurden nebst
dem Zurückgreifen auf bestehende Publikationen und Statistiken
auch Primärerhebungen durchgeführt. Namentlich wurden
Energienachweise bei Bauverwaltungen und das Lärmprogramm
des Kantons ZH ausgewertet, um für Parameter wie spezifische
Energiebedarfe oder Gebäudehüllenziffern nicht nur einen
Durchschnittswert, sondern auch eine Verteilung zu erhalten. Im
Bereich der bestehenden Gebäude konnten ausserdem Informationen
über bauphysikalische Problemfälle und Risiken, die
mit einer Gebäudeerneuerung verbunden sein könnten,
gewonnen werden.
Folgende Referenzfälle werden als relevant betrachtet:
-
Neubau: die aktuellen energetischen Vorschriften bzgl. Wärmebedarf
der Gebäude
-
Erneuerung: zwei Referenzfälle: 1. Instandsetzung (z.B.
Putzerneuerung/Fassadenanstrich); 2. energetische Erneuerung
(z.B. Fassadendämmung 12 cm).
-
Bauteile: Wanddämmungen: 0 cm bzw. rund 12 cm Dämmstärke,
Dachdämmungen rund 14 cm Dämmstärke,Fenster:
U–WertGlas
= 1.1 W/m2K,
U–WerteRahmenHolz
= 1.4 W/m2K, U–WerteKunststoff
= 1.6 W/m2K
Wirtschaftlichkeitsrechnungen
Methodisch wurde eine Diskussion über die Eignung der verschiedenen
Methoden zur Bestimmung der Grenzkosten geführt, wobei man
sich auf die dynamischen Methoden beschränkte. Näher
betrachtet wurde die Annuitätenmethode und die Kapitalwertbetrachtung.
Zunehmend kommt in der Gebäudewirtschaft die Methode des
Discounted Cashflows zu Anwendung. Um diese anwenden zu können,
müsste jedoch eine Vielfalt von Angaben zu den Kapitalflüssen
der Objekte vorhanden sein, welche repräsentativ zu erheben
in diesem Projekt nicht möglich war. Zur Anwendung gelangt
im Projekt schliesslich die Annuitätenmethode, wobei die
Grenzkosten nach zwei Ansätzen berechnet wurden.
-
Durchschnittskostenansatz (Mehrkosten und -nutzen gegenüber
der Referenzneubau bzw. Erneuerungsweise) für Gebäudebesitzer,
Immobilienbesitzer und Liegenschaftsverwaltungen,
-
reiner Grenzkostenansatz (Mehrkosten und -nutzen gegenüber
dem vorangegangenen Effizienzlevel) für die gesamtwirtschaftliche
Betrachtung und für energiewirtschaftliche Modelle
Zur Illustration der in diesem Projekt erarbeiteten Resultate
sind in Abbildung 2 die Grenzkosten nach dem Durchschnittskostenansatz
für verschiedene Bauteile dargestellt.

Abbildung 2 Zusammenfassende Darstellung der
Brutto-Grenzkosten (Durchschnittskostenansatz) für Erneuerungen
(Referenzfall: heute übliche energetische Erneuerungen)
Es zeigt sich, dass der Verlauf der Durchschnittskosten der verminderten
Nutzenergie für die meisten opaken Bauteile in etwa gleich
ist, d.h. dass pro kWhNE, die sich pro m2 des betreffenden Bauteils
vermindern lässt, mit etwa gleich hohen Kosten zu rechnen
ist. Differenzierter sind die Fenster zu betrachten, wo nebst
der Verringerung der Transmissionsverluste die energetischen solaren
Gewinne mitberücksichtigt werden müssen, so dass sich
je nach Orientierung, Verschattung und g-Wert für Fenster
mit einem bestimmten U-Wert sehr unterschiedliche Grenzkosten
ergeben. Die Werte für die Fenster in Abbildung 2 sollen
dies illustrieren, stehen jedoch nicht repräsentativ für
die gesamte Schweiz oder für eine optimale Strategie.
Nutzen der vermiedenen Wärmekosten sowie der Co-Benefits
Die oben dargestellten Kosten der Brutto-Grenzkosten des verminderten
Nutzenergiebedarfs sind den Grenzkosten der vermiedenen Wärmeerzeugung
und Verteilung sowie den Co-Benefits gegenüberzustellen.
Die ersteren setzen sich aus folgenden Komponenten zusammen
-
Vermiedene Energiekosten (Energiepreis dividiert durch den
jährlichen Nutzungsgrad)
-
Vermiedene Unterhaltskosten
-
Vermiedene Investitions- bzw. Kapitalkosten der Wärmeerzeugung
und -verteilung
Aufgrund der langen Lebensdauer der Effizienzinvestitionen sind
bei den Energiekosten mögliche Risiken der Energiepreissteigerung
(einschliesslich zusätzlicher Umweltsteuern, z.B. ab 2005
infolge des CO2-Gesetzes, und
Zertifikatspreise, z.B. ab 2008 infolge des Kyoto-Protokolls)
miteinzubeziehen. ie möglichen Co-Benefits sowie deren Möglichkeiten
zur Quantifizierung sind im Entwurf des Schlussberichts dargestellt
[4].
Kosten von energetischen Effizienzmassnahmen für künftige
Zeiträume
Bis dato gelangte die Methode der Lern- und Erfahrungskurven vor
allem im Bereich der Kraftwerke, energiewandelnden Anlagen und
Geräte zur Anwendung. Im vorliegenden Projekt wurde die Methode
auf den Bereich der energetischen Effizienzmassnahmen übertragen.
Folgende Unterschiede zu bisherigen Anwendungsfeldern der Methode
sind zu beachten:
-
Die den Lernfortschritt und die Skaleneffekte charakterisierenden
Mengen (z.B. m2 Glas- oder
Fensterherstellung oder Menge an Wärmedämmstoffen)
sind empirisch verfügbar und ihr Einfluss auf die Kostendegression
für die vergangenen drei Jahrzehnte nachvollziehbar.
Die Werte der Degressionskoefffizienten bei Produktionsverdopplung
liegen im üblichen Bereich zwischen 0,8 und 0,9, je nach
Stand im Innovationszyklus.
-
Energetische Massnahmen (insbesondere bauliche) weisen eine
vielfältige Kostenstruktur auf, Für die einzelnen
Kostenkomponenten mussten unterschiedliche Deflatoren verwendet
werden, um die bei den Unternehmen erhobene nominelle Preisentwicklung
auf den heutigen Kostenstand umzurechnen bzw. unterschiedliche
Kostenreduktionen für die Kostenschätzungen für
die kommenden zwei bis drei Jahrzehnte (vgl. Abbildung 3).
-
Da die Lern- und Skaleneffekte bei einzelnen Wärmedämmmassnahmen
infolge geringer Marktdurchdringung oder /und neuer Techniken
(Hochleistungskerndämmung, hocheffiziente Fenster) bei
weitem noch nicht ausgeschöpft sind, muss mit weiteren
Kostendegressionen je vermiedene kWh Wärmeverluste in
allen Gebäudebereichen gerechnet werden.
Abbildung 3 Vergangene und künftige Entwicklung
der Kosten von Kompaktfassadenwärmedämmungen (Erhebungen
und Berechnungen CEPE)
Energiewirtschaftliche Grenzkostenkurven für Wohngebäude
in der Schweiz
Nebst den Kosten bildet die Häufigkeit der verschiedenen
relevanten Referenzfälle eine wichtige Grundlage für
die Berechnung der gesamtschweizerischen Grenzkostenkurven. Basierend
auf dem heutigen Kenntnisstand und auf dem Mengengerüst der
schweizerischen Energiebezugsflächen sowie der Flächen
der einzelnen Bauteile werden die Grenzkostenkurven berechnet,
wobei nach Gebäudekategorien, welche den Gebäudetyp
(EFH; MFH) und die Bauperiode unterscheidet, gegliedert wird.
Innerhalb der Gebäudekategorien wird, sofern notwendig, ausserdem
nach der Bauweise differenziert. Im Berichtsjahr wurden die Grenzkostenkurven
für die Kategorien EFH der Bauperiode 1900 bis 1960 (siehe
Abbildung 4) und MFH-Neubauten berechnet. Der gesamte Heizenergiebedarf
der erstgenannten Gebäudekategorie von heute rund 24 PJNE
wird in der Referenzentwicklung innerhalb der nächsten 10
Jahre durch energetische Erneuerungen um rund 1,7 PJNE
verringert. Bis zu Grenzkosten von rund 12 Rp/kWhNE
könnte er (innerhalb der nächsten 10 Jahre) um weitere
rund 2,0 PJNE vermindert werden,
dies unter der Annahme, dass bei den energetischen Erneuerungen,
die ohnehin durchgeführt würden, energetisch weitergehende
Lösungen getroffen würden und dass ein Teil der Gebäude,
die zur Instandsetzung anstehen, stattdessen auch energetisch
erneuert würden (wobei angenommen wurde, dass die Summe der
Menge der energetischen Erneuerungen und der Instandsetzungen
nicht erhöht würde).
Abbildung 4 Aggregierte gesamtschweizerische
Brutto-Grenzkostenkurve des Gebäudebestandes der EFH der
Bauperiode von 1900-1960 für die Periode 2001 bis 2010 (ohne
vermiedene Wärmekosten, begleitende Nutzen und vermiedene
externe Kosten)
Bis zum Projektabschluss werden die Grenzkostenkurven für
die übrigen Gebäudekategorien sowie für die künftigen
Zeiträume berechnet werden. Zudem werden die Ergebnisse zu
den Bruttogrenzkosten jenen zu vermiedenen Kosten der Wärmeerzeugung
und -verteilung, den begleitenden Nutzen und den vermiedenen externen
Kosten gegenübergestellt; teilsweise wird dies nur fallweise
und/ oder nur qualitiativ möglich sein.
Da das Erneuerungsverhalten insbesondere spezifisch energetischer
Aspekte bei Gebäudehülle in der Schweiz wenig dokumentiert
und statistisch erfasst ist, wurde vom CEPE ein Ergänzungsprojekt
angeregt, um das Erneuerungsverhalten quantitativ zu ermitteln
[5].
Fazit 2001 und Ausblick 2002
Die formulierten Ziele des Projekts konnten bis Ende 2001 mit
der Erstellung des Entwurfs des Schlussberichts weitgehend erreicht
werden. Die erhobenen (Kosten-)daten weisen eine gute Repräsentativität
auf und die Resultate der Berechnungen werden von der Begleitgruppe
als plausibel und nützlich beurteilt. Als innovativ kann
die Anwendung der Methode des technological learnings auf den
Bereich von Effizienzmassnahmen im Gebäudebereich, insbesondere
der Wärmedämmungen, Fenster und Lüftungsanlagen,
bezeichnet werden.
Zu leisten bleibt 2002 die Berechnung der übrigen gesamtschweizerischen
Grenzkostenkurven, die Vernehmlassung der dargestellten Daten
und Berechnungen durch die Verbände und Unternehmen, welche
Beiträge zum Projekt leisteten, sowie die Bereinigung des
Schlussberichts.
Die Analyse von Gebäudebestand und die möglichen Wärmeschutzmassnahmen
mit ihren Kostenstrukturen verdeutlicht eine Komplexität
des Untersuchungsgegenstands, der in den bisherigen energiewirtschaftlichen
Analysen und Modellen in hohem Masse vereinfacht wurde, so dass
es auch immer wieder zu den beobachteten, klischeehaften Bewertungen
kommt, Wärmedämmassnahmen seinen wenig kosteneffizient
und im Gebäudebestand nur durch finanzielle Anreize in Gang
zu setzen. Die Analysen legen vielmehr folgendes nahe:
-
Wärmedämmmassnahmen im Gebäudebestand mit
bisher ungedämmten Fassaden, Dächern oder Kellern
sind vielen Fällen rentabel, insbesondere dann, wenn
der Gebäudeeigner beim Wärmepreis mögliche
Energiepreissteigerungen und begleitende Nutzen in die Betrachtung
miteinbezieht.
-
Aus energiewirtschaftlicher Sicht sind weitergehende Wärmedämmassnahmen
kosteneffizient, weil begleitende Nutzen, vermiedene externe
Kosten und zu erwartende Energiepreissteigerungen (einschliesslich
Umweltsteuern und Emissionszertifikate) über die lange
Nutzungsdauer von 30 bis 40 Jahren miteinbezogen werden müssen.
-
Aus volkswirtschaftlicher Sicht entstehen weitere Nutzen
infolge der Substitution von Energieimporten durch inländisch
erzeugte Effizienzgüter und -dienstleistungen, durch
Wiederverausgabung eingesparter Energiekosten und durch zusätzlich
möglich werdende Innovationen, Kostendegressionen und
Exporte (politikinduzierter technischer Fortschritt) sowie
zusätzliche Beschäftigung.
Die Analysen werden im März 2002 mit dem Schlussbericht abgeschlossen,
es ist aber offensichtlich, dass weitere detailliertere Analysen
zu den Kosten- und Ertragsrechnungen aus der Sicht der einzelnen
Akteure oder zu den begleitenden Nutzen (Co-Benefits) wünschenswert
sind, um die Wärmeschutzmassnahmen in Gebäuden sachgerecht
bewerten zu können. Dabei sollte insbesondere auch dem Investor-/Nutzerdilemma,
d.h. der Vermieter/Mieterproblematik gebührende Beachtung
geschenkt werden.
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4 Publications
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-
Marginal costs, cost dynamics and co-benefits of energy efficiency
investments in the residential buildings sector. Energy
Policy, Invited contribution to Special Issue on the eceee
2003 Summer Study "Time to turn down energy demand"
(forthcoming 2004).
-
Jakob M., Jochem E. (2003). Wärmeschutz bei Wohnbauten
- Kosten und Nutzen. Publikation [pdf]
(24 S.) im Auftrag des Forschungsprogramms EWG des Bundesamts
für Energie (BFE, Hrsg.), November. Zu beziehen bei BBL
[[www.bbl.admin.ch/bundespublikationen]], oder Infostelle
Minergie (info@minergie.ch)
-
Jakob M., Jochem E. (2003). Protection thermique des bâtiments
- Coûts et bénéfices. Publication en francais
(24 S.) im Auftrag des Forschungsprogramms EWG des Bundesamts
für Energie (BFE, Hrsg.), November. Zu beziehen bei BBL
[[www.bbl.admin.ch/bundespublikationen]], oder Infostelle
Minergie (info@minergie.ch)
-
Jakob M., Madlener R. (2003). Riding Down the Experience Curve
for Energy-Efficient Building Envelopes: The Swiss Case for
1970-2020, International Journal of Energy Technology and Policy
(IJETP), Invited contribution to Special Issue on "Experience
Curves" (forthcoming late 2003/early 2004).
-
Jakob, M., Nutter, S. (2003). Marginal costs, cost dynamics
and co-benefits of energy efficiency investments in the residential
buildings sector, eceee 2003 Summer Study "Time to turn
down energy demand" [pdf]
-
Jakob, M., Madlener, R. (2003). Exploring Experience Curves
for the Building Envelope: An Investigation for Switzerland
for 1970-2020, CEPE Working Paper No. 22, March. [pdf,
417 kB]
-
Jakob M., Madlener R. (2003). Exploring Experience Curves for
the Building Envelope: An Investigation for Switzerland for
the Period 1975-2020, Contribution to the International Workshop
"Experience Curves: A Tool for Energy Policy Analysis and
Design", International Energy Agency (IEA), Paris/France,
22-24 January 2003. January.
-
Jakob M., Jochem E., Grenzkosten bei forcierten Energie-Effizienzmassnahmen,
EWG-Tagung "Bauen, Sanieren - wirtschaftlich investieren",
ETH Zürich, 13. September 2002.
-
Jakob M., Jochem E., Christen K. (2002). Grenzkosten bei forcierten
Energieeffizienzmassnahmen bei Wohngebäuden, CEPE und HBT,
ETH Zürich, Studie im Auftrag des Forschungsprogramms EWG
des Bundesamts für Energie (BFE), September 2002. (pdf:
Teil
1 (818 kB), Teil
2 (2.16 MB), Teil
3 (686 kB)..
-
Jakob M., Primas A., Jochem E., Erneuerungsverhalten im Bereich
Wohngebäude - Auswertung des Umfrage-Pretests. CEPE
Working Paper No. 9, CEPE, Zürich, Oktober 2001. [pdf,
322 kB]
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5 Presentations
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Jakob, M. (2003). Gebäudeerneuerung lohnt sich - Direkte
und indirekte Nutzen bei energie-effizienten Renovationen, 9.
Herbstseminar "Mehrwert schaffen dank Sanieren und Erweitern
in Minergie" vom 27. November in Bern (invited talk)
-
Jochem, E., Jakob, M. (2003). Gebäudeerneuerung lohnt
sich - Direkte und indirekte Nutzen bei energie-effizienten
Renovationen, Pressekonferenz vom 21. November 2003, Bern
-
Jakob, M. (2003). Gebäudeerneuerung lohnt sich - Direkte
und indirekte Nutzen bei energie-effizienten Renovationen -
Tipps für die Praxis. EnergiePraxis-Seminare 2/2003 des
AWEL's des Kantons Zürich und des Kantons GL. November,
December (5 invited talks)
-
Jakob, M. (2003). Analyse économique comprehensible
de l'efficacité thermique des bâtiments résidentiels.
Conférence-débat " Rentabilité des
mesures d'économie, d'énergie dans le bâtiment
" organisé par AEC, EPFL, 14. Novembre 2003 (invited
talk)
-
Jakob, M. (2003) Grenzkosten von Energie-Effizienzmassnahmen
und Erneuerungsverhalten im Bereich Wohngebäude. Erfolgskontrolle
der kantonalen Energiepolitik. Seminar des Departments Erfolgskontrolle
vom 22. August (invited talk).
-
Jakob, M., (2003). Marginal costs, cost dynamics and co-benefits
of energy efficiency investments in the residential buildings
sector, eceee 2003 Summer Study "Time to turn down energy
demand. 2 to 7 June, Cote d'Azur, France.
-
Jakob, M. (2003). Erneuern oder Instandsetzen verpasste oder
genutzte Chancen? Energie-Aperio vom 2. April 2003 Bern (invited
talk).
-
Jakob, M., Madlener, R. (2003). Exploring Experience Curves
for the Building Envelope: An Investigation for Switzerland
for 1970-2020, SAEE Conference on "Applied Energy Economics
and Policy and Management of Energy Companies" ETH Zurich,
27 April 2003
-
Jakob M., Madlener R. (2003). Exploring Experience Curves for
the Building Envelope: An Investigation for Switzerland for
the Period 1975-2020, Contribution to the International Workshop
"Experience Curves: A Tool for Energy Policy Analysis and
Design", International Energy Agency (IEA), Paris/France,
22-24 January 2003. January
-
Jakob, M. (2003). Kosten und energetische Nutzen des energie-effizienten
Bauens und Erneuerns. Talk at econtrol AG, January
-
Jakob M., Jochem E, (2002). Grenzkosten bei forcierten Energie-Effizienzmassnahmen,
EWG-Tagung "Bauen, Sanieren - wirtschaftlich investieren",
ETH Zürich, 13. September 2002.
-
Jochem E., Jakob M. (2002). Technische Entwicklungen zur Energieeffizienz
beim Bauen und Renovieren - Erreichbares durch ganzheitliche
ökonomische Bewertung der Akteure, EWG-Tagung "Bauen,
Sanieren - wirtschaftlich investieren", ETH Zürich,
13. September 2002.
-
Jakob, M. (2002) Grenzkosten der Energie-Effizienz bei WohngebäudenKosten
und Nutzen des energie-effizienten Bauens und Erneuerns. Energieapero
des Kantons Bern vom 16. Mai
-
Jakob M. (2002). Concepts and Empirical Basis for the Dynamisation
of Cost-efficiency Curves of Bottom-up Models in the Areas of
Useful Energy - the Case in Point: Insulation of the Existing
Building Stock, Doktorandenseminar ETH Zürich, Zürich,
22. Februar 2002.
-
Jakob, M. (2002). Kosten und Nutzen der Energie-Effizienz bei
Wohngebäuden - ein differenziertes Bild, Energieapero,
Agentur OKA, Bern, 6. Mai 2002.· Jakob, M. (2002). Grenzkosten
für höhere Wärmedämmungen - Wo liegt die
Kosten-Nutzengrenze. Fachtagung Steildach "Energie erhalten
und Gewinnen", Pfäffikon, 25. April 2002.
-
Jakob M. (2002). Lernkurven am Beispiel der Gebäudetechnik,
Forum Hemmnisabbau "Zukünftige Optionen für die
rationelle Energienutzung",Fraunhofer-Institut für
Systemtechnik und Innovationsforschung (Fraunhofer-ISI), Karlsruhe,
25.-26. Februar 2002.
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Jakob M., Jochem E., Grenzkosten bei forcierten Energie-Effizienzmassnahmen,
EWG-Tagung "Bauen, Sanieren - wirtschaftlich investieren",
ETH Zürich, 13. September 2002.
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