Problemstellung
Die Entwicklung des Energieverbrauchs hat vielfältige Determinanten.
Stochastische Variationen, insbesondere Witterungseinflüsse,
können die jährlichen Veränderungen dominieren
und damit Entwicklungen, die längerfristig dominant sind,
überdecken. Die Auswirkungen von anderen Einflussfaktoren
können sich gegenseitig kompensieren. Für die Planung
und die Evaluation von energiepolitischen Massnahmen und Programmen
ist ein detailliertes Verständnis der Verbrauchsentwicklung
essentiell und z. B. bei Zielvereinbarungen (Link zu Projekt "Voluntary
Agreement") die Kenntnis der Veränderung bezüglich
eines Referenzjahres wichtig.
Zielsetzung/Laufzeit
Jährlich wird die Veränderung des Energieverbrauchs
im vergangenen Jahr analysiert (ex-post Analyse). Mit dem CEPE-Modell
SERVE (Link to project Projections) wird die Auswirkung von kurzfristigen
Faktoren, wie Witterung und Energiepreisänderungen, und von
langfristigen Faktoren - Flächenwachstum, Strukturwandel,
technischer Fortschritt, energie- und umweltpolitische Massnahmen
- auf den Energieverbrauch simuliert und mit der beobachteten
Veränderung verglichen. Die Ex-Post-Analyse ordnet also einerseits
die jährliche Verbrauchsänderung den verschiedenen Einflussfaktoren
zu, andererseits ist es aber auch ein Test für die kurzfristige
Trefferqualität des Modells.
Das Projekt wurde im Jahre 1994 im Rahmen der langfristigen Perspektivarbeiten
für das Bundesamt für Energie gestartet und seit 1996
wird jährlich eine Ex-Post Analyse durchgeführt.