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Regulation of Access Prices to the Swiss Electricity Distribution Networks

Regulierung der Netzbenutzungspreise für die schweizerischen Elektrizitätsverteilnetze

Investigators
Massimo Filippini, Jörg Wild

Time Frame
4/1998- 10/2000

Funding
Independent research project

Abstract
The purpose of this project is to estimate a multivariate average cost function that can be employed by the regulatory commission to benchmark electricity network access prices at the distribution level. Several exogenous variables measuring the heterogeneity of the service areas were included in the cost model specification. We find significant returns to scale and returns to density and can quantify the influence of regional differences on electricity distribution costs.

Contents:

1 English Summary

2 Project Description

3 Results

4 Publications

5 Presentations

 

1 English Summary

In this project we investigate cost functions of 59 Swiss local and regional electricity distribution utilities as a basis for yardstick regulation of the distribution-network access prices. Shleifer (1985) proposed yardstick competition in terms of price to regulate local monopolies producing a homogeneous good. The regulated price for the individual firms depends on the average costs of identical firms. The yardstick competition concept can also be applied to firms that are producing heterogeneous goods if these goods differ only in observable characteristics. To correct the yardstick for heterogeneity the regulator can use a multivariate estimation of an average cost function. In the case of electricity distribution the heterogeneity of output consists mainly of different characteristics of the distribution service areas.

In this paper we follow Shleifer's suggestion to estimate a multivariate average cost function that can be employed by the regulatory commission to benchmark network access prices at the distribution level. Several exogenous variables measuring the heterogeneity of the service areas were included in the cost model specification. We find that the regional differences of the service areas - e.g. area shares of forests, agricultural areas or unproductive land and population density - significantly influence electricity distribution costs.


 

2 Project Description

In den nächsten Jahren wird in der Schweiz die Marktöffnung in der Elektrizitätswirtschaft durchgeführt. Verschiedene Vorschläge zur Deregulierung werden gegenwärtig diskutiert, diese konzentrieren sich jedoch häufig auf die Stromerzeugung und -übertragung. Die regionale und lokale Stromverteilung wird oft ausser Acht gelassen, obwohl etwa die Hälfte aller Kosten der Elektrizitätswirtschaft auf dieser Stufe entstehen. So argumentierte die Neue Zürcher Zeitung beispielsweise:

Viel gewichtiger sind die Durchleitungskosten in den nachgelagerten regionalen und lokalen Netzen. Hier ist mit Kosten von 5 bis 6 Rp. pro kWh und mehr zu rechnen, was gerade etwa den Produktionskosten des Stroms entspricht. Trotzdem ist von einem Verkauf dieser Netze durch die Stromkonzerne (was einem konsequenten "Unboundling" entspräche) kaum die Rede, im Gegenteil: Der Branchentrend verläuft eher in Richtung einer verstärkten vertikalen Integration von Produzenten, regionalen Netzbetreibern und Verteilern. In diesem Bereich ist deshalb eine besondere Sorgfalt des Gesetzgebers und des Regulators gefragt. (NZZ Nr.52, 2.3.2000, S. 21)

Deregulierung der Stromverteilung?

Wenn die Marktöffnung der Elektrizitätswirtschaft zu Wahlmöglichkeiten für alle Verbraucher - insbesondere auch für die kleinen und mittleren - führen soll, dürfen die Verteilwerke davon nicht ausgenommen werden. Da die Elektrizitätsverteilung gemeinhin als "natürliches" Monopol gilt, wird in der Regel davon ausgegangen, dass sie nicht dereguliert werden kann. Anhand der ökonomischen Theorie der Regulierung kann aber gezeigt werden, dass eine (partielle) Marktöffnung auch bei der Stromverteilung möglich ist.

Freie Wahl des Stromlieferanten

Durch eine Trennung des Stromverkaufs vom Betrieb der Stromnetze, können alle Verbraucher ihren Stromlieferanten frei wählen. Sie sind zwar weiterhin nur an das Verteilnetz eines einzelnen Netzbetreibers angeschlossen, dessen Leitungen aber von allen Stromlieferanten für ihre Stromlieferung gemietet werden können.

Wettbewerb zwischen Netzen

Auch zwischen den Netzbetreibern, die weiterhin ein lokales Monopol besitzen, kann ein "künstlicher Wettbewerb" erzeugt werden: da in der Schweiz mehrere Hundert Netzbetreiber nebeneinander tätig sind, können zur Beurteilung der Leistung eines einzelnen Werkes vergleichbare Werke herangezogen werden. Diese vergleichende Leistungsmessung ("benchmarking" oder "yardstick competition") kann von einer Regulierungsbehörde beispielsweise dazu verwendet werden, Preisobergrenzen für die Stromdurchleitung festzulegen.


 

3 Results

Die gegenwärtige Organisationsstruktur der schweizerischen Elektrizitätsverteilung zeichnet sich durch ein beträchtliches Ausmass an Skalen-Ineffizienz aus. Die meisten Werke erreichen die optimale Betriebsgrösse nicht, was sich in ihren höheren Kosten zeigt. Im Rahmen des EMG sollte deshalb eine effizienzorientierte Regulierung der Durchleitungspreise vorgesehen werden.

Die bekanntesten effizienzorientierten Mechanismen zur Regulierung der Durchleitungstarife sind die "price-cap regulation" und die "yardstick competition":

  • Price-cap regulation: Die Regulierungsbehörde legt eine Preisobergrenze (price-cap) für die Durchleitungspreise fest, an die sich die Netzbetreiber halten müssen. Sie können alle Gewinne behalten, die sich zu diesen Preisen realisieren lassen. Die Preisobergrenze wird im Zeitablauf um einen zum voraus angekündigten Faktor angepasst, der unabhängig vom Verhalten der Firma ist.

  • Yardstick competition: Obwohl die Netzbetreiber weiterhin lokale Monopole besitzen, kann zwischen ihnen ein künstlicher Wettbewerb erzeugt werden, indem zur Festlegung der Durchleitungspreise die Kosten vergleichbarer Werke herangezogen werden (auch: benchmarking).

Bei diesen Mechanismen haben die Werke Anreize, die Kosten zu senken bzw. die Effizienz zu steigern, weil sie ihre Kosten nicht automatisch auf die Stromverbraucher überwälzen können. Ausserdem lohnt es sich für die Verteilwerke, optimale Betriebsgrössen zu bilden, weil sich dadurch die Kosten durch die Nutzung der Grössenvorteile reduzieren lassen. Die Bildung optimaler Betriebsgrössen ist angesichts der Skalen-Ineffizienz der Elektrizitätsverteilung eine der wichtigsten Massnahmen zur Steigerung der Effizienz des Sektors.


 

4 Publications

Filippini, M. and Wild, J. (2001), Regional Differences in Electricity Distribution Costs and their Consequences for Yardstick Regulation of Access Prices, Energy Economics (forthcoming).

Wild, J. (2001), Deregulierung und Regulierung der Elektrizitätsverteilung; Eine mikroökonomische Analyse mit empirischer Anwendung für die Schweiz, Wirtschaft - Energie - Umwelt, vdf-Verlag.

Fazzioli, R., Filippini, M. e Wild, J. (2000), La stima di una funzione di costo medio per potenziare l'efficacia della yardstick regulation nel settore della distribuzione di energia elettrica: una sperimentazione sul caso svizzero, Economia Pubblica, 4, 53-67.

Filippini, M. and Wild, J. (2000), Die Schweizer Stromverteiler sind zu teuer; Notwendige effizienzorientierte Regulierung der Durchleitung, Neue Zürcher Zeitung, Nr. 125, S. 25. [pdf]

Filippini, M. and Wild, J. (2000), Regional Differences in Electricity Distribution Costs and their Consequences for Yardstick Regulation of Access Prices, CEPE-Arbeitspapier (presented at the 6th Regional Science Association International World Congress 2000, Lugano, Switzerland, May 16-20, 2000), Mai 2000. [pdf]

Filippini, M. and Wild, J. (1999), Yardstick Regulation of Electricity Distribution Utilities Based on the Estimation of an Average Cost Function, in: International Association For Energy Economics, New Equilibria in the Energy Markets: The Role of New Regions and Areas, 22nd IAEE Annual International Conference, Rome, Italy, 9-12 June 1999, Conference Proceedings, Vol. 1, p. 365-375. [pdf]

Filippini, M. and Wild, J. (1998), The Estimation of an Average Cost Frontier to Calculate Benchmark Tariffs for Electricity Distribution, AEA International Conference on Modelling Energy Markets, Technical University of Berlin, September 10-11, 1998. [pdf]


 

5 Presentations

27th Annual Conference of the European Association for Research in Industral Economics (E.A.R.I.E.), Lausanne, Switzerland, September 7-10, 2000.

1st IAEE Annual European Energy Conference 2000, "Towards an Integrated European Energy Market", Bergen, Norway, August 31 - September 1, 2000.

Surrey Energy Economics Centre, "Energy in a Competitive Market: Conference in honour of Professor Colin Robinson", July 6-7, 2000, University of Surrey, Guildford, Surrey, UK.

6th World Congress of the Regional Science Association International (RSAI), "Regional Science in a Small World", Lugano, Switzerland, May 16-20, 2000.

22nd IAEE Annual International Conference, "New Equilibria in the Energy Markets: The Role of New Regions and Areas", Rome, Italy, June 9-12, 1999.

AEA International Conference on Modelling Energy Markets, Technical University of Berlin, September 10-11, 1998.


 

 

© 2000- , CEPE - Centre for Energy Policy and Economics, ETH Zürich
Last modified: 17.08.2005   Author: Webteam